Glossar



Granularer Belebtschlamm

In Unterschied zu herkömmlichen suspendiertem Belebtschlamm hat granularer Schlamm eine kompakte Form mit deutlich höherer Packung (Dichte). Granulen sind eine Form des Biofilms und besitzen neben der hohen Bakteriendichte und auch eine grosse Bakterienvielfalt.
Aufgrund seiner Struktur und Dichte zeichnet sich aerob granularer Belebtschlamm (Aerobic granular sludge) durch hohe Absetzgeschwindigkeiten (> 3.0 m/h, S::Select®-Verfahren) und eine sehr gute spezifische Stoffumsatzleistung, insbesondere eine hohe Nitrifikationskapazität aus. Es kann davon ausgegangen werden, dass einzelne Arten von Bakterien innerhalb der Granulen koordiniert arbeiten und das sich die Population entsprechend dem Schichtenaufbau unterschiedlich darstellt.
Mit dem S::Select®-Verfahren wird ein herkömmliches Belebschlammsystem in ein granulares Schlammsystem überführt. Die Bildung von Granulen wird ermöglicht durch das initiale Bereitstellen von Aufwuchsflächen. Dazu werden geeignete Träger (MIMICS und BASICS®) zugegeben. Unter entsprechenden Stressbedingungen, beginnen die Bakterien sich anzusiedeln, indem sie EPS (extrazelluläre Polymere) und dann einen Biofilm bilden.
Durch Hydrozyklone werden die Granulen selektiv in die Belegungsbecken zurückgeführt. Zudem kommt es zum Abscheren von Biofilmbruchstücken, die als Aufwuchsbasis für die Bildung weiterer Granulen dienen.


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