Glossar



Absetzgeschwindigkeit des Schlammes

Die Absetzgeschwindigkeit des Schlammes ist von zentraler Bedeutung für die Bemessung der Belebungsanlage, speziell des Nachklärbeckens und für den Betrieb der Anlage. Häufig wird die Schlammabsetzbarkeit durch den Schlammindex charakterisiert. Eine Schlammprobe wird in einen 1-l Messzylinder gegeben und aus dem abgesetzten Volumen nach 30 Minuten zusammen mit dem Trockensubstanzgehalt des Schlammes wird der Schlammindex ISV berechnet:
ISV = Absetzvolumen in ml/l / Trockensubstanzgehalt in g/l = ml/g. Schlammindizes über 150 ml/g bezeichnet man als Blähschlamm. Die beschriebene Bestimmung des Schlammindex nach Mohlmann wird seit vielen Jahrzehnten angewendet, stellt aber nicht in idealer Weise die Vorgänge in der Nachklärung dar.
Sehr viel aussagekräftiger ist die Messung der Schlammabsetzgeschwindigkeit. Hierzu wird ein im Durchmesser deutlich größerer und auch sehr viel längerer Zylinder verwendet. Die Messung selbst ist nicht nach einer bestimmten Zeit beendet, sondern es wird die Absetzzeit ermittelt, die der eingefüllte Belebtschlamm für eine festgelegte Strecke von 20 cm im oberen Meßrohrbereich benötigt. Dadurch wird sichergestellt, dass behindertes Absetzen oder Eindickungseffekte die wahren Verhältnisse in der Nachklärung nicht verfälschen. Eine Absetzgeschwindigkeit von > 3,0 m/h kann als sehr gut bezeichnet werden. Bei vielen Anlagen werden aber nur Sedimentationsgeschwindigkeiten zwischen 0,5 und 1,0 m/h festgestellt.


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