Glossar



Klärschlammverbrennung

Klärschlamm hat je nach Wassergehalt und Glühverlust unterschiedliche Heizwerte. Diese können von negativen Werten (mit hohem Wasseranteil) bis zu ca. 18 000 kJ/kg aufweisen. Aufgrund der Neuauflage der Klärschlammverordnung wird es künftig nicht mehr möglich sein Klärschlamme als Düngemittel zu verwendet, weshalb der Fokus bei der Klärschlammverwertung nun bei der Klärschlammverbrennung liegt. Eine große Herausforderung für die thermische Verwertung des Klärschlammes liegt dabei auf der ebenfalls beschlossenen Rückgewinnungspflicht von Phosphor aus dem Klärschlamm. Durch diese neue Anforderung können derzeit gebräuchliche Verfahren der Klärschlammverbrennung in Reststoffverbrennungsanlagen oder Klärschlamm als Zusatzbrennstoff in Zement- oder Steinkohlekraftwerken nicht mehr praktiziert werden. Da sich im Bereich der Phosphorrückgewinnung noch kein Verfahren, sowohl vor als nach der Verbrennung von Klärschlämmen, als ausreichend effizient erwiesen hat, können Klärschlämme derzeit nur in dafür vorgesehen Monoverbrennungsanlagen verwertet werden, um einen Verlust von Phosphor in Mischaschen zu vermeiden. Neben den Verbrennungsverfahren in unterschiedlichen Varianten (Wirbelschichtverfahren, Rostfeuerung) gibt noch weitere thermische Verfahren wie Pyrolyse- oder Thermolyseverfahren um Klärschlamm energietechnisch zu nutzen. Die aus den unterschiedlichen Verfahren anfallenden Aschen und Schlackenrückstände und der darin enthaltene Phosphor können anschließend zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt einem geeignet Rückgewinnungsverfahren zugeführt werden.


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