Glossar



Nachklärbecken

Nachklärbecken und Belebungsbecken sind beim Belebungsverfahren voneinander abhängige Einheiten. Das Abwasser-Schlamm-Gemisch fließt vom Belebungsbecken in das Nachklärbecken, wo der Schlamm sedimentiert und über das Rücklaufschlammpumpwerk zurück in das Belebungsbecken gefördert wird. Das gereinigte Abwasser, der klare Überstand im Nachklärbecken, wird in den Vorfluter geleitet.
Der Nachklärung kommt beim Belebungsverfahren die entscheidende Bedeutung zu, indem Schlamm und Wasser voneinander getrennt werden. Je besser diese Trennung funktioniert, desto besser ist die Ablaufqualität.1 mg/l abfiltrierbare Stoffe im Ablauf der Nachklärung entsprechen 0,5 – 1,2 mg BSB5 bzw. 1,0 bis 2,5 mg/l CSB.
Die Nachklärung funktioniert nur so gut wie der belebte Schlamm sedimentiert. Sehr häufig aber gibt es Blähschlamm, ein Schlamm, der aufgrund seiner Struktur (Fadenorganismen) nur sehr langsam absetzt. Dann wird der Betrieb der Belebungsanlage durch diesen Parameter bestimmt. Durch sehr großzügige Bemessung der Nachklärbecken versucht man diesem Problem vorzubeugen. Im laufenden Betrieb hilft häufig nur die massive Zugabe an Chemikalien und Fällmitteln, die jedoch eine Reihe von Nachteilen aufweisen.
Schlechte Schlammabsetzeigenschaften erfordern zudem eine hohe Rückführung von sedimentiertem Schlamm in das Belebungsbecken. Dies wiederrum führt zu einer zusätzlichen hydraulischen Belastung der Nachklärung, ein Teufelskreis.
Schlechte Schlammabsetzeigenschaften bedeuten eine schlechte Schlammeindickung und einen hohen Polymerverbrauch. Als Folge davon wird die Aufenthaltszeit in der Faulung und damit der Stabilisierungsgrad des Schlammes reduziert, häufig mit der Folge einer schlechten Schlammentwässerbarkeit.

Dauerhaft gute Schlammabsetzeigenschaften sind essentiell für eine gut funktionierende Belebungsanlage.


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