Glossar



Schlammstabilisierung, Schlammfaulung

Die Schlammstabilierung dient der Reduzierung von energiereichen, instabilen und leicht faulbaren biologischen Schlammkomponenten. Weiteres Ziel der Schlammstabilisierung ist Verringerung des hohen Wasseranteiles. Nicht zuletzt ist auch die Verminderung der Anzahl von Krankheitserreger als Nebenziel der Stabilisierung zu nennen.

Es gibt drei Hauptmethoden den Schlamm zu stabilisieren:
- chemisch
- thermisch
- biologisch: aerob und anaerob

Bei der chemischen Schlammstabilisierung wird der pH-Wert des Schlammes meist durch Zugabe von Kalk stark auf ca. 12 erhöht. Damit wird der biologische Abbau gehemmt.

Als thermisches Verfahren wird z.B. Verbrennung eingesetzt, wobei es handelt sich meistens um bereits entwässerte bzw. getrocknete Klärschlämme.

Die aerobe Schlammstabilisation erfolgt entweder simultan oder getrennt. Bei dem simultanen Verfahren findet die Abwasserreinigung zusammen mit der Stabilisierung des Rohschlammes statt, unter der Bedingung eines Schlammalters von mindestes 25 d. In der getrennten Form wird der Primär- und Überschussschlamm getrennt eingedickt und ca. 10-15 d stabilisiert.

Bei der anaeroben Schlammstabilisierung erfolgt die Schlammfaulung unter mesophilen Bedingungen.


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